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2022: Das ändert sich

Freitag, 31 Dezember 2021
10:02 Uhr

 | Lesedauer: 6 Minuten

 

2022: Das ändert sich beim Einkaufen

2022 steht in den Startlöchern und bringt viele Veränderungen mit. Darunter auch für das Einkaufen in Discountern und Supermärkten.

Auf Verbraucherinnen und Verbraucher kommen im Januar des neuen Jahres zahlreiche Änderungen zu. Alle wichtigen Punkte im Überblick.

Berlin. 

  • Ab Januar 2022 treten einige neue Gesetzte in Kraft
  • So steigt etwa der Mindestlohn und Kinderzuschlag, andere Sachen werden dafür teuer
  • Was ab dem neuen Jahr gilt

Mit dem neuen Jahr kommen im Januar 2022 auch zahlreiche neue gesetzliche Änderungen. Noch immer hat die Pandemie das Land fest im Griff, weshalb weiterhin zahlreiche Corona-Regeln greifen werden. Doch auch unabhängig vom Virus gibt es ab Januar Neuerungen - zum Beispiel beim Mindestlohn, beim Einkaufen und der CO2-Steuer. Das sind die wichtigsten Punkte.

Bestimmte Plastiktüten werden verboten

Einkaufstüten aus Plastik schaden der Umwelt enorm - nun dürfen sie an den deutschen Ladenkassen ab dem 1. Januar 2022 nicht mehr angeboten werden. Dabei geht es um die sogenannten leichten Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometer - die Standard-Tüten, die man beim Einkaufen bekommt. Von der Änderung sind besonders stabile wiederverwendbare Tüten ausgenommen. Auch die dünnen Plastikbeutel, die üblicherweise am Obst- und Gemüsestand ausliegen, bleiben weiterhin erlaubt.

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Bahn: Keine Papierfahrkarten mehr beim Schaffner erhältlich

Ohne Ticket in den Zug springen und schnell eine Papierfahrkarte beim Zugpersonal kaufen – das ist bei der Deutschen Bahn ab 1. Januar nicht mehr möglich. Alternativ kann allerdings im Zug ein digitales Ticket gebucht werden – und zwar bis zu zehn Minuten nach Abfahrt über die Bahn-App oder die Webseite.

Deutsche Post erhöht Portopreise

Wegen steigender Löhne und Kosten plant die Deutsche Post zum 1. Januar höhere Portogebühren. Für einen Standardbrief sollen dann 85 statt wie bisher 80 Cent fällig werden. Der Portopreis für eine Postkarte wird von 60 auf 70 Cent erhöht.

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Das Kükentöten ist vorbei

Das millionenfache Kükentöten in der Haltung von Legehennen wird im neuen Jahr ein Ende haben. In deutschen Brütereien wurden bislang jährlich fast 45 Millionen männliche Küken getötet, da sie weder für die Eierproduktion noch als Masthühner nutzbar sind. In Zukunft könnten spezielle Verfahren das Geschlecht der Tiere bereits im Ei bestimmen, um männliche Küken gar nicht erst schlüpfen zu lassen.

Lesen Sie auch: Bahn, Benzin, Briefporto: Das ändert sich im neuen Jahr 2022

Neue Kennzeichnung von Milch- und Käse-Packungen

Große Lebensmittelhändler wollen ab Januar ihre Milch- und Molkereiprodukte mit einer Kennzeichnung versehen, die Aufschluss über die Haltungsform der Tiere geben soll. So können Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen, wie es bei der Produktion um das Tierwohl steht.

CO2-Steuer steigt

Die CO2-Steuer steigt auch 2022. So soll der Klimaschutz attraktiver werden. Statt 25 Euro pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid sind dann 30 Euro fällig. Das wirkt sich zwar auch auf die Kraftstoffpreise aus – jedoch nicht so stark wie Anfang 2021. ADAC-Berechnungen zufolge dürften sich Benzin und Diesel durch den CO2-Preis nun ungefähr um jeweils eineinhalb Cent verteuern.

Ausweitung der Pfandpflicht

Die Pfandpflicht für Getränke in Plastikflaschen wird zum 1. Januar ausgeweitet. Bisher waren etwa Frucht- und Gemüsesäfte vom Einweg-Pfand von 25 Cent ausgenommen. Künftig gilt dieser jedoch auch für sie. Zudem werden Getränkedosen ohne Ausnahme pfandpflichtig.

Kinderzuschlag steigt

Der Kinderzuschlag, den einkommensschwache Familien zusätzlich zum Kindergeld erhalten, wird ab Januar erhöht. Der Betrag steigt um vier Euro auf 209 Euro pro Monat und pro Kind.

Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt derzeit 9,60 Euro pro Stunde. Zum 1. Januar 2022 soll er auf 9,82 angehoben werden, bevor er zum 1. Juli 2022 dann auf 10,45 Euro steigen soll. SPDGrüne und FDP wollen den Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöhen. Die unabhängige Mindestlohnkommission soll nach der einmaligen Anpassung über etwaige weitere Erhöhungsschritte entscheiden, heißt es im Koalitionsvertrag.

Tabaksteuer steigt

Erstmals seit sieben Jahren steigt in Deutschland ab dem 1. Januar 2022 die Tabaksteuer wieder. Die Steuer für eine 20er-Packung Zigaretten steigt um etwa 10 Cent, auch in den kommenden Jahren wird Rauchen teurer. Mit dem Tabaksteuermodernisierungsgesetz wird auch Wasserpfeifentabak und erhitzter Tabak teurer.

Neurentner müssen 2022 mehr Steuern zahlen

Ab Januar steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente von 81 auf 82 Prozent – aber nur für Neurentnerinnen und -rentner. Für sie sind in der ersten Jahreshälfte somit nur noch 18 Prozent steuerfrei. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen.

 

 

Entsorgung von Elektrogeräten

Elektroschrott loszuwerden wird teilweise einfacher: Je nach Ladengröße und Sortiment müssen Discounter und Supermärkte künftig alte Elektrogeräte wie elektrische Zahnbürsten oder Handys annehmen. Geschäfte müssen kleine Geräte wie beispielsweise kaputte Taschenrechner oder alte Rasierapparate auch dann annehmen, wenn sie anderswo gekauft wurden. Anders verhält es sich mit größeren Elektroartikeln: Große Artikel wie zum Beispiel alte Fernseher können nur abgegeben werden, wenn ein neues Gerät gekauft wird. Online-Händler müssen den Elektroschrott dann ebenfalls kostenlos und unkompliziert zurücknehmen und recyceln.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage, die Umlage zur Finanzierung des Ökostroms, sinkt zum Jahreswechsel um mehr als 40 Prozent auf 3,723 Cent je Kilowattstunde. Damit dürfte der Strom aber nicht günstiger werden: Die Umlage ist nur ein Bestandteil des Preises. Versorger zahlen beim Einkauf mehr als vor einem Jahr.

Bestimmte Tattoofarben werden verboten

Ab dem 4. Januar sind bestimmte Tattoofarben verboten, die Chemikalien enthalten, die aus Sicht der EU potenziell gefährlich oder nicht ausreichend erforscht sind. Insgesamt stehen Tausende Substanzen auf der Verbotsliste.

(raer/mit dpa)

Quelle: Weitere Änderungen 2022

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